Am 15. April 2026 unternahm die 1b der Fachschule für Landwirtschaft eine abwechslungsreiche und lehrreiche Exkursion zu verschiedenen Betrieben in Kärnten.

Die erste Station führte die Klasse zur Firma Springer Kommunaltechnik in Lainach. Dort erhielten die Schüler:innen spannende Einblicke in die Produktion von kommunalen Geräten, von denen jährlich rund 400 Stück hergestellt werden. Der Betrieb beschäftigt etwa 50 Mitarbeiter, darunter rund 15 Lehrlinge, die in drei verschiedenen Lehrberufen ausgebildet werden. Neben Kommunaltechnik werden auch Teile für Sägewerke produziert. Besonders beeindruckend war, dass die Firma weltweit tätig ist.

Anschließend ging es weiter zum Kraftwerk Verbund Malta-Reißeck in Kolbnitz. Dieses zählt zu den größten Wasserkraftwerken Österreichs und spielt eine zentrale Rolle in der Stromversorgung. Die Schüler:innen erfuhren, dass pro Sekunde bis zu 20 m³ Wasser zur Stromerzeugung genutzt oder bis zu 16 m³ Wasser gepumpt werden können. Die Wasserkraft ist besonders wichtig, um Bedarfsspitzen im Stromnetz auszugleichen. Interessant war auch das ausgeklügelte System mit zwei Hochdruckleitungen, die jeweils über zwei Rohre verfügen, um einen Ausfall abzusichern.

Danach besuchte die Klasse den Biohof Ertl, der rund 60 Hektar Fläche bewirtschaftet, wovon etwa 15 Hektar unter Naturschutz stehen. Am Hof werden 40 Kühe und rund 20 Kälber gehalten. Neben drei Traktoren verfügt der Betrieb auch über einen eigenen Hofladen mit eingeschränkten Öffnungszeiten. Die Schüler:innen konnten außerdem den Acker sowie ein Gewächshaus besichtigen, in dem bereits junge Pflanzen wachsen. Besonders interessant war die sogenannte Lebensleistungszucht, bei der kleinrahmige Tiere mit hoher Grundfutterleistung gezüchtet werden.

Den Abschluss der Exkursion bildete ein Besuch bei einem Betrieb für Rundholzhäuser. Dort wurde den Schüler:innen gezeigt, wie mit speziellen Werkzeugen – darunter eine Motorsäge mit einem bis zu zwei Meter langen Schwert – gearbeitet wird. Der Betrieb hat bereits rund 100 Rundholzhäuser errichtet, unter anderem auch in Dresden und Hannover. Das verwendete Holz, hauptsächlich Fichte und Tanne, stammt überwiegend aus Kärnten. Der Familienbetrieb wird heute erfolgreich in zweiter Generation geführt.

Die Exkursion bot der 1b FSL wertvolle Einblicke in verschiedene Berufsfelder und verdeutlichte die Vielfalt regionaler Betriebe, bei welchen wir uns auch herzlich für die Einblicke bedanken dürfen.